Der Faro della Vittoria ist ein symbolisches Denkmal von Trieste, errichtet zwischen 1923 und 1927, um die Gefallenen auf See während der Prima Guerra Mondiale zu gedenken und den Übergang der Stadt zum Regno d'Italia zu feiern.
Lage und Historische Ursprünge
Gelegen auf dem Poggio di Gretta, etwa 60 Meter über dem Meeresspiegel, erhebt sich der Leuchtturm auf den alten Strukturen des österreichischen Forts Kressich von 1854, einem Zeugnis der habsburgischen Periode von Trieste. Die Wahl des Hügels von Gretta anstelle der Punta di Salvore (heute in Kroatien) wurde auch durch strategische und gedenkstättliche Gründe bedingt, sowie um das ursprüngliche Projekt zu ersetzen, das vom Architekten Arduino Berlam entworfen wurde, das dann während des Baus unter der Leitung von Guido Cirilli modifiziert wurde.
Architektonische Merkmale
Vom architektonischen Standpunkt aus präsentiert sich die Struktur als imposante gefurchte Säule hoch 67,85 Meter, hergestellt aus Stahlbeton mit zwei inneren konzentrischen Zylindern und ausgestattet mit einer Wendeltreppe, die zur Laterne führt.
- An der Spitze befindet sich ein Käfig aus Bronze und Kristall, der die Laterne-Leuchtturm beherbergt.
- Mit einem Lichtstrahl von Intensität gleich 1.250.000 Kerzen und einer mittleren Reichweite von 35 Seemeilen, was ihn immer noch funktional für die Navigation im Golf von Trieste macht.
Symbolische Bedeutung
Die symbolische Bedeutung ist stark geprägt von der berühmten Inschrift an der Basis «SPLENDI E RICORDA I CADVTI SUL MARE (MCMXV - MCMXVIII)», die an das Opfer der italienischen Matrosen während der Grande Guerra erinnert.
- Die Statue der Vittoria Alata, Werk des triestinischen Bildhauers Giovanni Mayer, auf der Spitze der Säule platziert, ist aus gehämmerter Kupfer realisiert mit Details, die so studiert wurden, um dem Bora-Wind durch Öffnungen in den Flügeln zu widerstehen.
- Mayer hat zudem die Statue des Marinaio Ignoto realisiert, hoch über acht Meter, die einen Matrosen mit der Kopfbedeckung der Regia Marina darstellt, Symbol der Erinnerung und des Respekts gegenüber den Gefallenen.
Verbindung zur Geschichte von Trieste
Der Faro della Vittoria markiert somit eine doppelte Bindung:
- Die mit der maritimen Tradition der Stadt und mit ihrer historischen habsburgischen Vergangenheit, durch die Wiederverwendung des militärischen Standorts.
- Die mit der neuen italienischen Identität von Trieste im unmittelbaren Dopoguerra, wobei architektonische, kulturelle und soziale Transformationen einer Übergangszeit hervorgehoben werden.
Die offizielle Einweihung fand am 24. Mai 1927 in Gegenwart des Königs Vittorio Emanuele III statt, was das Denkmal als nationales Symbol und Referenzleuchtturm für die Stadt festigte.