Piazza Attilio Hortis ist eine kleine grüne Oase im Herzen des historischen Zentrums von Trieste, gelegen im Viertel Borgo Giuseppino. Der Platz zeichnet sich durch einen großen Garten von etwa 2100 qm aus, der wertvolle Bäume und die Büste von Attilio Hortis beherbergt, einem italienischen Politiker und Patrioten, geschaffen vom Bildhauer Giovanni Mayer.
Historischer Kontext
Der Platz hat alte und geschichtete Ursprünge.
- Während der frühchristlichen Epoche entsprach das Gebiet einem alten Friedhofsgelände.
- Im Jahr 1788, unter Habsburg-Verwaltung, wurde der Platz durch den Abriss eines Teils des im 13. Jahrhundert erbauten Klosters der Frati Minori geschaffen, das an die Kirche Sant'Antonio Vecchio angeschlossen war, heute bekannt als Beata Vergine del Soccorso.
- Im Zeitraum der französischen Verwaltung wurde der Platz nach Lutzen benannt, zu Ehren des Sieges über Napoleon.
- Später, während der österreichischen Herrschaft, wurde er in Piazza Lipsia umbenannt, wiederum um eine napoleonische Niederlage zu feiern, die in der Schlacht von Lipsia stattfand.
Asburgica-Zeit und erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
In der Habsburg-Periode nahm der Platz eine bedeutende kulturelle und bildende Bedeutung an.
- Er wird von relevanten Gebäuden überblickt, wie dem Palazzo Maurizio-Biserini, erbaut 1802 und renoviert 1817, das die Biblioteca Civica und das Istituto Nautico beherbergte, letzteres damals bekannt als K.K. Staatsgymnasium, ein Gymnasium in deutscher Sprache.
Die Präsenz dieser Institutionen machte den Platz zu einem neuralgischen Zentrum für Studien und Kultur.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Übergang von Trieste zu Italien erfuhr der Platz eine weitere Verwandlung im Namen und in der symbolischen Konnotation:
- 1919 wurde er «Piazza degli Studi» genannt, um die bildende Rolle des Gebiets zu betonen.
- 1926 wurde er endgültig nach Attilio Hortis benannt, geboren in Trieste 1850, eine herausragende Figur im italienischen kulturellen und politischen Panorama, engagiert in literarischen und juristischen Studien sowie italienischer Patriot.
Restaurierungen und archäologische Entdeckungen
Ab dem 21. Jahrhundert sind während der Restaurierungsarbeiten der Biblioteca Civica auf dem Platz archäologische Spuren von großem historischem Interesse zum Vorschein gekommen:
- Reste einer imposanten Mauer, die auf das 1. Jahrhundert n. Chr. zurückgeht, gehörend zur römischen Trieste.
- Elemente aus der mittelalterlichen Epoche wie einem Turm und Gärten gegenüberliegend Kirchen und Klöstern.
Diese Beweise zeugen von der langen und komplexen Geschichte des Ortes, von seinem römischen Ursprung bis zum Mittelalter, markierend den progressiven Verfall der Stadt vom römischen Imperialzeitraum bis zu den ersten Jahrhunderten der römisch-barbarischen Reiche.
Architektur und relevante Elemente
Der Platz wird vom zentralen Garten und den historischen wertvollen Gebäuden dominiert, die ihn umgeben.
- Palazzo Maurizio-Biserini.
- Biblioteca Civica.
- Istituto Nautico, die die kulturelle Vergangenheit des Ortes verkörpern.
Das Werk von Giovanni Mayer, das Attilio Hortis im Zentrum des Gartens darstellt, unterstreicht die historische und kulturelle Erinnerung.
Piazza Attilio Hortis stellt somit eine Schatzkiste der Geschichte dar, die die Jahrhunderte durchquert, von der römischen Trieste bis zur Habsburg, bis zum frühen zwanzigsten Jahrhundert und darüber hinaus, verkörpernd die politischen, kulturellen und sozialen Transformationen der Stadt.