Politeama Rossetti

Historische Karte - Trieste

Politeama Rossetti

Das Politeama Rossetti in Trieste ist eines der wichtigsten historischen Theater der Stadt, dessen Bau auf das Jahr 1877 zurückgeht, während der habsburgischen Periode, im Auftrag einer anonymen Gesellschaft, geleitet vom Baron Emilio de Morpurgo und bestehend aus bedeutenden Mitgliedern des lokalen Unternehmertums.

Bau und Eröffnung

Der Architekt Nicolò Bruno verwirklichte das Projekt in weniger als einem Jahr. Es wurde am 27. April 1878 mit „Un ballo in maschera“ von Giuseppe Verdi und dem Ballett „Pietro Micca“ eröffnet. Der Name Politeama spiegelt seine multifunktionale Natur wider, konzipiert für:

Architektonische Merkmale

Architektonisch zeichnet sich das Theater durch seinen eklektischen Stil aus, typisch für die Epoche, mit einer ursprünglichen Kapazität von etwa 5000 Zuschauer zwischen Parkett, Logen und zwei Galerienordnungen.

Bemerkenswerte Elemente umfassen:

Auf einem Grundstück von über 4000 Quadratmetern gelegen, umfasste der Bau eine Investition von 300.000 Gulden, gezeichnet von den Aktionären.

Historische Entwicklung

Im Jahr 1880 ging das Politeama in den Besitz der Gemeinde Trieste über und wurde schnell zu einem zentralen kulturellen Knotenpunkt, obwohl die lokale Presse zunächst die Lage als „ein bisschen unbequem“ und einige ästhetische Entscheidungen kritisierte.

Im Laufe der habsburgischen Periode und während des Primo Dopoguerra war es Zeuge und Protagonist kultureller und sozialer Veränderungen:

Moderne Periode und Heute

Während der Krise von 1937 scheiterte die Eigentümergesellschaft und das Gebäude wurde versteigert und vom Banco di Sicilia erworben. Die Struktur behielt ihre Bedeutung bis in die Gegenwart bei.

Heute ist es der feste Sitz des Teatro Stabile del Friuli Venezia Giulia, gegliedert in zwei Säle:

Das Politeama Rossetti stellt somit ein Symbol der triestinischen Kulturgeschichte dar, Zeuge der politischen und sozialen Veränderungen von der habsburgischen Trieste bis zum Italien des Nachkriegs, und hält die Tradition der Theaterszene mit Produktionen von Prosa, Musicals und Shows verschiedener Genres lebendig.

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