La Contrada di Rena, einst Hüterin der Erinnerung an das antike römische Theater (Arena), beginnt am Ende des Riborgo, in der Nähe des "pozzo bianco", und steigt zur oberen Teil der alten Stadt hinauf.
Palais an den Nummern 346-347
Unter den interessantesten Gebäuden sticht das an den Nummern 346-347 hervor. Im 1728, als Kaiser Carlo VI Trieste besuchte, beherbergte dieses Palais die venezianischen Botschafter, dank der Gastfreundschaft der Familien Montarelli, Calò und Grenna.
Dieses große Gebäude, ursprünglich mit zwei Stockwerken und zehn Fenstern, ging in den Besitz von:
- 1762: Marianna Burlo über.
- 1820: Gioseffa Montanelli, die es im 1836 gegen ein Anwesen in Rojano eintauschte.
- 1873: Tommaso Vram, der ein Stockwerk hinzufügte und einen eleganten Raum mit Garten, Pflanzen, Blumen, Trauben und einem Brunnen mit frischem Wasser schuf.
Im Inneren können wertvolle Gemälde bewundert werden, darunter ein Werk von Carlo Veronese. Vram, leidenschaftlich für Kultur und lokale Geschichte, bewahrte dort eine reiche Bibliothek auf.
Bei einem Besuch wurde entdeckt, dass das Gebäude auf antiken Fundamenten ruht, vielleicht aus der römischen Epoche. Auf der Rückseite ist ein Abschnitt des römischen Aquädukts in der Mauer sichtbar, die auf den Hof des ehemaligen Collegio blickt.
Gebäude an der Nummer 9 der via di Rena
Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude ist das vierstöckige an der Nummer 9 der via di Rena (und Nummer 1 der via del Seminario), bekannt als "casa dei bavaresi". Im 1835 beherbergte es bayerische Soldaten auf dem Weg nach Griechenland. Diese "caserma" mit ihren geräumigen Räumen und Labyrinthen wurde von den Jesuiten im 1740 gebaut. Nach der Aufhebung des Ordens ging es an verschiedene Eigentümer über, bis zu Giuseppe Monti im 1880.
Gebäude an der Nummer 45l auf dem "puntale di Rena"
Das Gebäude an der Nummer 45l auf dem "puntale di Rena", mit Blick auf das Riborgo, stammt aus dem XV Jahrhundert. Mit zwei Stockwerken und Zwischengeschossen, großen Sälen und einem Hof mit Brunnen (typisch für Adelshäuser), weist es ein gemeißeltes Wappen auf, vielleicht während der Unruhen von 1470. Ein Balkon aus Schmiedeeisen schmückt die Fassade.
Im 1782 wies der Anker mit den Initialen S.Z. auf dem Tor auf den Besitz von Salvador Zamimi hin, der dem Baron Andrea Marenzi nachfolgte. Im ersten Stock befand sich ein geschätzter Kindergarten, bekannt für seine Sauberkeit.