Villa Murat

Historische Karte - Trieste

Villa Murat

Die Villa Murat war eine Adelsvilla in Triest, die leider im Laufe des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde und als Residenz von Carolina Murat, der Schwester Napoleon Bonapartes und ehemaligen Königin von Neapel, diente.

Carolina Murat in Triest

Carolina Bonaparte (1782–1839), Napoleons jüngere Schwester und Gattin von Marschall Joachim Murat — König von Neapel von 1808 bis 1815 — traf am 6. Juni 1815 in Triest ein, wenige Monate nach Napoleons endgültigem Sturz und kurz bevor ihr Mann in Kalabrien im Oktober desselben Jahres gefangengenommen und erschossen wurde.

Sie kam unter dem Namen Gräfin von Lipona (ein Anagramm von Napoli) an und wurde zunächst von den Habsburgern in der Nähe von Wien interniert, die sie streng überwachten. Erst 1821, nach Napoleons Tod auf Sankt Helena, erhielt sie die Erlaubnis, sich dauerhaft in Triest niederzulassen, wo sie bis an ihr Lebensende wohnte.

Die für sie erbaute Villa — später als Villa Murat bekannt — wurde zu einem der Symbolorte der napoleonischen Präsenz in der Stadt. Das Museo di Storia Patria in Triest bewahrt noch heute das Modell der Villa, Gläser mit dem Murat-Monogramm und Miniaturen der französischen Kaiserfamilie.

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