Die Galleria di Montuzza, auch bekannt als Galleria della Fornace und heute Galleria de Sandrinelli genannt, ist ein architektonisches und infrastrukturelles Werk von Bedeutung in der Stadtgeschichte von Trieste, dessen Bau in das frühe zwanzigste Jahrhundert zurückreicht, während der habsburgischen Periode.
Planung und Bau
Das Projekt des Tunnels, das bereits 1901 konzipiert wurde, entstand mit dem Ziel, piazza Goldoni direkt mit dem Gebiet von San Giacomo zu verbinden, indem der Hügel von Montuzza (damals auch als Monte della Fornace bekannt) durchquert wird. Der Tunnel wurde in Synergie mit der neuen Straßenbahnlinie entworfen, die seinen Raum durchqueren würde, und festigte so die städtische Mobilität zwischen dem Stadtzentrum und den peripheren Gebieten.
Die Arbeiten, die dem Unternehmen Bertolero und Giacchetti anvertraut wurden, begannen am 19. August 1904 und dauerten etwa 15 Monate, wobei 350 Bergleute beteiligt waren. Echte explosive Bohrungen im Felsbett des Hügels waren notwendig; der letzte Abschnitt wurde am 18. November 1905 ausgehoben. Der Tunnel wurde am 10. Februar 1908 ohne offizielle Zeremonien, aber mit großer Beteiligung der Bevölkerung für die Öffentlichkeit geöffnet.
Die Kosten des Werks betrugen etwa 4 Millionen und 800 Tausend Kronen.
Architektur und Stadtplanung
Aus architektonischer und städtebaulicher Sicht stellte die Galleria di Montuzza eine wichtige Veränderung des städtischen Verkehrs dar, die einen bequemeren Weg von piazza Goldoni zu den östlichen Vierteln ermöglichte. Sie gliederte sich in:
- Zwei Tunnel, die durch einen Freiluftabschnitt verbunden waren
- Die ergänzende Scala dei Giganti, eine monumentale Treppe, die später von Ruggero und Arduino Berlam entworfen wurde, um den Zugang zum Hügel von Montuzza zu erleichtern und zum visuellen Symbol des Gebiets wurde
Nachkriegsentwicklung
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Tunnel 1922 nach dem Podestà Scipione de Sandrinelli benannt, ein Ereignis, das einen Moment symbolischer Erneuerung in der vollen faschistischen Periode markierte. 1928, während des Baus der darüberliegenden via Capitolina, wurde ein monumentales Portal am Eingang des Tunnels gebaut und die grandiose Scala dei Giganti vervollständigt, ein Zeichen für das anhaltende Interesse an städtischer Monumentalität auch in der frühen Nachkriegszeit.
Historische Bedeutung
Im langen Bogen ihrer Geschichte hat die Galleria di Montuzza somit nicht nur ein entscheidendes Element für den Verkehr von Trieste im Kontext einer rasch expandierenden Stadt dargestellt, sondern auch ein Symbol der sozialen und kulturellen Veränderungen der habsburgischen und post-habsburgischen Periode. Sie bezeugt die Verbindung zwischen Stadtplanung, Architektur und den politischen Dynamiken der Stadt und bleibt heute ein wertvolles historisches Zeugnis und ein Orientierungspunkt für Einwohner und Touristen.