Pietro Nobile (Campestro, 10. Oktober 1776 – Wien, 7. November 1854) war ein berühmter schweizerisch-italienischer Neoklassizismus-Architekt, eine Schlüsselfigur in der Geschichte von Triest für seine Beiträge zur Stadtplanung und Architektur in der napoleonischen und habsburgischen Zeit.
In Kanton Tessin als Erstgeborener von Stefano und Marianna Ferrario geboren, zog er jung nach Triest, wo er seine Karriere als Ingenieur begann.
Karriere während der Französischen Besetzung und Habsburgerzeit
Während der dritten französischen Besetzung (1809–1813) wurde er 1810 Divisionsingenieur und 1811 Oberingenieur für das Illyrische Küstenland. Mit der Rückkehr der Habsburger behielt er seine Posten und begleitete 1816 Kaiser Franz I. nach Istrien.
Archäologische und Urbanistische Beiträge in Triest
In Triest, Förderer archäologischer Ausgrabungen in Aquileia, Triest, Istrien und Dalmatien, entwarf er 1813 ein "Project relatif aux antiquitées architectoniques d’Illyrie".
Er schuf wesentliche Werke wie:
- Den Aquadukt
- Die Stadtbibliothek
- Sein Meisterwerk, die Kirche Sant'Antonio Nuovo (1823–1849), ein imposantes rechteckiges Gebäude mit zentraler Kuppel, malerisch am Ende des Canale Grande platziert
Er studierte und bewertete das römische Amphitheater in Pola und baute den Leuchtturm von Punta Salvore in Kroatien, den ersten in Europa mit Gas.
Umzug nach Wien und Imperiale Werke
1818 zog er nach Wien als kaiserlicher Rat von Franz I. und Direktor der Architekturschule an der Akademie der bildenden Künste, wo er realisierte:
- Den Burgtor
- Den Theseustempel
- Interventionen am Schloss Mirabell in Salzburg
Er starb 1854 in Wien und hinterließ ein bleibendes Erbe in der neoklassischen Architektur von Triest und dem Imperium.